Actress

Kultur Spiegel
»Sie mordet!« Die Schauspielerin Marie Rosa Tietjen spielt Schillers Jungfrau von Orleans, eine Glaubensfanatikerin.

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Deine Subjektivität ist doch wesentlich interessanter als meine

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Berliner Morgenpost
Am Puls der Zeit

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Marie Rosa Tietjen, 1986 in Bremerhaven geboren, ist eine vielfach ausgezeichnete Schauspielerin und zählt zu den markantesten Stimmen ihrer Generation. Bekannt für ihre intensiven, vielschichtigen Rollen arbeitet sie gleichermaßen prägend in Theater, Film und Fernsehen.
Bereits während ihres Studiums an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin war sie an renommierten Bühnen wie dem Schauspielhaus Zürich engagiert. Ihr Kinodebüt gab sie 2011 in Andreas Dresens vielfach ausgezeichnetem Film Halt auf freier Strecke, der in Cannes Premiere feierte.
Es folgten zentrale Hauptrollen, unter anderem in Stiller Sommer (2013) an der Seite von Dagmar Manzel sowie Die Erfindung der Liebe (2013), beide uraufgeführt beim Filmfest München 2013.
Weitere wichtige Film- und Fernsehproduktionen sind u. a. Tatort, Der menschliche Faktor, Checkout, Jenseits der Spree, Tina mobil und ganz aktuell die zweite Staffel der ausgezeichneten ZDFneo-Serie Push.
Große öffentliche Aufmerksamkeit erhielt sie 2017 mit ihrer Darstellung der Marion Löblich im hochgelobten ARD-Zweiteiler Gladbeck.
Für diese Rolle wurde sie für den Deutschen Schauspielpreis nominiert; der Mehrteiler selbst wurde mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet und für den Grimme-Preis nominiert. Internationale Sichtbarkeit erlangte sie 2023 im vielfach preisgekrönten Kinofilm The Zone of Interest von Jonathan Glazer, der u. a. mit dem Großen Preis der Jury in Cannes, dem BAFTA Award sowie dem Oscar für den besten internationalen Film ausgezeichnet wurde.
Parallel zu ihrer Arbeit vor der Kamera ist Marie Rosa Tietjen kontinuierlich an den bedeutendsten Theatern im deutschsprachigen Raum präsent. Besonders prägend war ihre zwölfjährige Zusammenarbeit mit René Pollesch, in deren Verlauf sie in zehn Produktionen zu einer zentralen künstlerischen Stimme seines Ensembles wurde. Weitere wichtige Weggefährt:innen sind u. a. Julien Gosselin, Susanne Kennedy, Karin Henkel, Stephan Kimmig und Zino Wey. Für ihre Darstellung der Laura Wingfield in Sebastian Kreyers Inszenierung von Die Glasmenagerie wurde sie 2013 von Theater heute als Nachwuchsschauspielerin des Jahres ausgezeichnet; bereits zweimal war sie mit einer Produktion zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Eigene Regiearbeiten entstanden u. a. an der Volksbühne Berlin und am Thalia Theater Hamburg. Ihre erste Regiearbeit „Bilder deiner großen Liebe“ am Thalia Theater Hamburg wurde zum Radikal-Jung-Festival 2018 eingeladen.
Marie Rosa Tietjen gilt als Schauspielerin, die Figuren mit innerer Widersprüchlichkeit, emotionaler Tiefe und großer gedanklicher Schärfe ausstattet. Ihre Arbeit ist geprägt von der Bereitschaft, künstlerisches Risiko einzugehen und komplexe, oft unbequeme Rollen mit außergewöhnlicher Präzision und Offenheit zu verkörpern.
Anfang Mai feiert sie an der Volksbühne Premiere mit dem französischen Regisseur Philippe Quesne. In der Spielzeit 2026/27 realisiert sie ihre erste Regiearbeit auf der großen Bühne eines der bedeutendsten deutschsprachigen Theater.
Der Kinofilm Staatsschutz feiert im Februar 2026 im Rahmen der Berlinale Premiere. Mit Spannung wird die zweite Staffel der Erfolgsserie „Push“ erwartet, die ab Mai auf ZDFneo zu sehen ist und in der Marie Rosa Tietjen brilliert.










